AX2026

Der diesjährige Alpen Cross startet in Ehrwald und führt zum großen Teil entlang der Via Claudia Augusta.

Anfahrt 08.07.2026

Eine Anfahrt mit der Bahn, bei Mitnahme von Bikes, kann aufgrund der schlechten Erfahrungen leider nicht empfohlen werden. So geht es mit dem Auto bis nach Ehrwald. Der Wagen wird dann mit transalp-shuttle.com nach Torbole am Gardasee gebracht. Der Service ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert und auch preislich in Ordnung. So hat man den Wagen am Zielort, braucht keinen Shuttle Rücktransport und kann sich auch noch frische Sachen ins Auto legen.

Bis auf einen kleinen Stau bei Göttingen, verlief die Anfahrt ohne Probleme. Das Zimmer ist sauber und gut. Wir haben sogar einen kleinen Balkon mit tollem Ausblick. Jetzt sitzen wir in einer Pizzeria und warten auf unsere Pizzen 🍕. Leider waren die sehr, sehr Knoblauch lastig und recht ölig. Ob wir so morgen den Fernpass hochkommen 😕🤔Danach noch etwas durch Ehrwald geschlendert.Morgen wird’s ernst, da geht es gleich über den Fernpass 😎.

Etappe 1: Ehrwald-Kloster Kronburg

Heute haben wir uns gegen 09:00 Uhr auf die Bikes geschwungen und auf zur ersten Etappe gemacht 😎. Nach einem kleinen beschaulichen Pfad ging es direkt bergauf – den Fernpass hoch. Leider haben wir den Lärchenwald verpasst, aber Schwund. Dann über den Fernpasstrail nach Nassereith und zack an der Pizzaria vorbei bis zu Happi’s Hütti 😄. Dort gab es eine Stärkung, ohne die wir die steile Straße zum Klösterli wahrscheinlich nicht geschafft hätten. Nach etwas frisch machen und Klamotten waschen, noch in den Biergarten vom Gasthof Kronburg. Da gab’s dann lecker Spinatknödel auf Sauerkraut und Räucherlachs, beides sehr lecker 😋. Danach noch auf dem Gelände rumgeschlendert in die Kapelle reingeschaut und noch etwas Kneipp gehen im Wasserbecken und eine kleine Kunstausstellung angeschaut. Nun Entspannen, zur Ruhe kommen, Kraft tanken und morgen geht’s dann weiter…

Etappe 2: Kloster Kronburg – Pfunds

Da wir augenscheinlich bis jetzt flott unterwegs sind, haben wir entschieden uns etwas Zeit zu lassen. Nach einem sehr guten Frühstück ging es gegen 9:30 Uhr los. Schwester Barbara hat uns noch eine gute Fahrt gewünscht – mit Gottes Segen – was soll also schiefgehen 😄? Erste kurze Pause am Tramser Badeweiher. Da wären wir am liebsten gleich reingesprungen. Danach der Anstieg zur Fliesser Platte – Schiebepassage… Haben noch einer Frau mit Jungen beim hochschieben geholfen. Dann am Hang auf einem schönen Trail runter bis zum Inn. Danach entspannt weiter bis Pfunds bei Temperaturen so um die 39° auf dem Asphalt 🥴. Probleme gab es dann allerdings bei der Unterkunft, da uns der falsche Pin für die Schlüsselbox mitgeteilt worden war. Die Unterkunft liegt direkt neben einem uns bekannten Café, mit angegliederten Bike Shop. So haben wir die Zeit gut überbrücken können. Irgendwann hatten wir auch den richtigen Pin erhalten und konnten uns frisch machen – yey. Noch schnell eine neue Bike Hose gekauft und ab zum Essen im Gasthaus Kreuz. War eine sehr gute Wahl😋. Blog schreiben, Fotos aussuchen und dann Kraft tanken für die morgige schwere Etappe.

Etappe 3: Pfunds – Prad

Heute ging es nach einem leckeren Frühstück und einem kleinen Abstecher zum Supermarkt (wir brauchten unbedingt Bananen 😄) um ca. 09:00 Uhr los. Erstes Highlight: Altfinstermünst. Ein wirklich schöner Ort. Von da aus sind wir ein Stück rüber in die Schweiz geradelt und immer weiter hoch hinaus. Nach einigen steilen Anstiegen, Schiebepassagen und einem grandiosen Tunnel, haben wir die Norbertshöhe erreicht. Von da aus über einen kleinen Schleichweg nach Nauders – erstmal Essen fassen 😋. Ein paar Höhenmeter weiter sind wir schon in Bella Italia. Weiter geht’s in Reschen durch ein Volksfest und am, im Wasser stehenden, Kirchturm von Graun vorbei. Dann in wilder Fahrt ins Vinschgau bis nach Prad am Stilfserjoch. Hier haben wir unsere Unterkunft. Der heutige Tag hat seine Spuren hinterlassen, wir sind schon recht kaputt 🫪. In der Pizzeria „Stern“ füllen wir die Akkus auf und morgen wird es hoffentlich entspannter.

Etappe 4: Prad – Lana

Nach einer warmen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, ging es um 9:20 Uhr los. Heute sollte es fast nur bergab Richtung Meran gehen und so war es dann auch. Die erste Pause am Ufer der Etsch, an dem uns bekannten Rastplatz. Da mussten wir natürlich auch einmal zum Wasser runter 😉. Dann der obligatorische Stopp am Apfelsaftwagen, an dem wir uns mit frischen Apfelsaft für die weitere Tour versorgt haben – lecker war’s. Und schließlich ging es auf unserem Weg noch zur Radbar.it. Dort gab es eine kleine Zwischenmahlzeit, einen sehr leckeren spremuta d’arancia und Espresso Macchiato für uns beide 😋. Dann die Serpentinen runter und über Marling nach Lana. Gegen 14:20 Uhr sind wir heute ziemlich früh eingetroffen. In Lana sind es ca. 36°. Wir kochen ein wenig🥵! Morgen geht’s mit dem Shuttle Service zum Gampenpass und weiter auf dem Rankepinio…

Etappe 5: Lana – Quetta

Der Tag startete mit einem völlig überteuerten Frühstück. Haben uns ein wenig erschrocken 🫢. Naja, nach der Stärkung und einem Cappuccino haben wir uns dann auf den Weg zum Shuttle gemacht. Wir waren tatsächlich die einzigen in dem Bus. Nachdem wir uns hochshutteln lassen haben und einen Espresso Macchiato später, sind wir zum Rankipino. Einem wirklich schönen Weg, auf dem es immer ein bisschen hoch und wieder runter geht. Auch die steile Passage, haben wir mit Bravour gemeistert. Nur an der Beschilderung kann noch etwas gefeilt werden 😉. Von da aus sind wir nach Cles geradelt. Auf der Suche nach Nudeln sind wir in der einzigen offenen Pizzaria weit und breit gelandet. Also gab’s statt Nudeln Pizza. Das nennt man wohl Siesta in Italien. Bevor es weiter ging, sind wir noch schnell in den Supermarkt gehüpft, um die Vorräte aufzufüllen. Auf diesem Wege ist die Sonnenbrille verloren gegangen, weshalb wir noch einmal zurück zur Pizzaria sind – Fazit: Brille weg 🫣. Also ging es mit einer etwas drückenden Ersatzbrille weiter die Straße entlang bis zum Dolomiti Brenta Bike Trail. Eine schöne Strecke hat uns erwartet, durch Wald und an Felswänden vorbei. Zu dem Zeitpunkt sah der Himmel schon etwas nach Gewitter aus und es grummelte ein wenig. Also schnell zur Unterkunft. Nett eingerichtet und sogar ein Balkon mit Bergblick 😀. Jetzt sind wir erschöpft vom Tag und sammeln Kräfte für die Bärenschlucht morgen.

Etappe 6 Quetta – San Lorenzo in Banale

Wie wir gestern schon vermutet haben, ging es heute die Straße erstmal wieder rauf 🥴, bis wir an dem Dolomiti Brenta Bike Trail ankamen. Dieser brachte uns zum Besoni Wasserfall. Kurz danach sind wir aus unerklärlichen Gründen vom Weg abgekommen – führte dazu, dass wir einen wirklich sehr schönen Trail mal gefahren und mal gewandert sind (Man muss ja seine Schritte voll kriegen 😉). Zwischenziel der heutigen Tour war das Castel Sporo Rovina. Dort erwartete uns glücklicherweise ein Trinkwasserbecken. Mit gefüllten Wasservorräten, ging es auf den direkten Weg Richtung Bärenschlucht. Von Bären wurden wir nicht aufgefressen, dafür aber von dem Weg, welcher immer steiler wurde. Selbst das Schieben war bei einer Steigung von ca. 30% nicht mehr so einfach gemacht 🫢. Bei unserer Pause an der einzigen Wasserstelle in der Bärenschlucht, stellten wir fest, telefonieren geht sogar hier. Mit dieser Erkenntnis kämpften wir uns die letzten Kilometer den Berg hinauf. Jetzt auch endlich wieder mit einer machbaren Steigung, aber dafür mit einem Gewitter und Grummeln im Nacken 😬. Also ging es, so schnell es uns möglich war, Richtung Andalo – bergab. Die geplante Pause mit Zwischenmahlzeit fiel aufgrund der immer dunkler werdenden Wolken und des Grummelns aus. Somit ging es über einen herrlichen Trail runter zum Molvenosee und von dort, vom Gewitter gescheucht, durch einen Tunnel, zur Unterkunft. Schnell eingecheckt, umgezogen und ab in den Infinity-Pool, auf den wir den ganzen Tag schon gewartet hatten ☺️. Gerade noch rechtzeitig bevor es zu regnen begann. Ein sehr anstrengender Tag liegt hinter uns und wir freuen uns jetzt auf das abendliche Menü.

Etappe 7: San Lorenzo in Banale – Torbole

Heute ging es etwas später, gegen 09:30 Uhr los, wir hatten ja nicht mehr so viele Höhenmeter und Kilometer vor uns. Nachdem wir erst durch das Dorf, dann ein Moment an der Straße entlang sind, erreichten wir eine Brücke mit wunderschönen Ausblick in eine Schlucht. Von da aus ging es weiter auf dem Radweg, welcher die ehemalige Straße war. Von hier hatte man einen super Ausblick auf die Berge und ins Tal (Was die Autofahrer alles verpassen, wenn sie durch die Tunnel fahren) Naja wir konntens genießen 😊. Der Radweg sollte uns noch eine ganze Weile bis Arco begleiten. Bei einer kurzen Pause, erblickten wir einen Trail, der sehr schön aussah. Wir probierten diesen statt den Radweg zu nutzen und stellten bald fest, dass das nicht funktioniert. Man hätte Bergziege werden müssen 🤭. Also wieder zurück zum Radweg und ab nach Arco. Dort gab es als kleine Stärkung Bruschetta, Macchiato und einen Cappuccino. Gestärkt ging es weiter nach Riva. Dort wurde erst einmal das obligatorische Foto gemacht – Yey Ziel erreicht 🥳. Nach einer kleinen Shoppingrunde und einem Finisher-Eis später ging es dann auf die Suche nach einer geeigneten Stelle in den Gardasee zu hüpfen. Auch dieses Ziel wurde erfolgreich gemeistert bevor uns das Gewitter ereilte. Also schnell zur Unterkunft nach Torbole gedüst, eingecheckt und letztes Tagesziel abhacken – vorm Gewitter in den Whirlpool 🤗. Nun warten wir das es aufhört zu regnen und dann gehen wir noch etwas essen. Morgen geht es dann entspannt auf die Rückreise.

Hier noch die Fahrdaten der gesamten Tour. Insgesamt sind wir 362km gefahren und haben ca. 4900hm erklommen.